Veröffentlichungspflichten nach EEG

Nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) vom 25.10.2008 müssen Erzeugungsanlagen mit einer installierten elektrischen Wirkleistung von mehr als 100 kW über eine Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung verfügen. Daher müssen alle EEG-Anlagen, die ab dem 01.01.2009 in Betrieb genommen werden und diesen Leistungsschwellenwert überschreiten, mit einer solchen Einrichtung ausgestattet werden. Entsprechende Anlagen, die bis einschließlich 31.12.2008 in Betrieb genommen wurden, müssen bis zum 31.12.2010 nachgerüstet werden.
 
Die Pflicht zur Installation der Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung sowie zur Übernahme der damit verbundenen Kosten trifft den Anlagenbetreiber. Kommt der Anlagenbetreiber dieser Verpflichtung nicht nach, besteht nach § 16 Abs. 6 EEG kein Vergütungsanspruch.
 
Die Stadtwerke Fellbach GmbH hat auf Grundlage von § 7 Abs. 2 EEG technische Mindestanforderungen zur einheitlichen Umsetzung des Einspeisemanagements nach § 6 Nr. 1a EEG festgelegt. Diese Regelungen stellen wir Ihnen als Download zur Verfügung.
 
Technische Mindestanforderungen Eispeisemangagement
In Deutschland beträgt die Frequenz des Stromnetzes im Normalzustand 50 Hertz (Hz). Das Stromnetz kann nur dann stabil betrieben werden, wenn die Frequenz des Stromnetzes nur minimal um 50 Hz schwankt.
 
Aufgrund einer Richtlinie aus dem Jahr 2005 sind fast alle Photovoltaikanlagen so eingestellt, dass sie sich bei einer Frequenz von 50,2 Hz schlagartig abschalten.
Inzwischen sind so viele Photovoltaikanlagen in Deutschland installiert, dass das gleichzeitige Abschalten dieser Anlagen zu einem großräumigen Ausfall des Stromnetzes führen kann, einem so genannten Blackout.
 
Um einen möglichen Blackout - hervorgerufen durch das 50,2-Hz-Problem - vorzubeugen, wurden Vorsorge-Maßnahmen vom Bundesumweltministerium und dem Bundewirtschaftsministerium gemeinsam mit den Netzbetreibern und Verbänden erarbeitet.
 
Um das 50,2 Hz-Problem zu lösen, wurde die am 26. Juli 2012 in Kraft getretene Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) verabschiedet, welche grundsätzlich die Nachrüstung von mehr als 300.000 Photovoltaikanlagen (größer 10 Kilowatt) regelt. Zur Durchführung der Nachrüstung sind gemäß der SysStabV die Stromnetzbetreiber verpflichtet.
Alle Betreiber von Photovoltaikanlagen im Stromnetz der Stadtwerke Fellbach GmbH, die von der Umrüstung betroffen sind werden von den SWF angeschrieben und über die Vorgehensweise informiert.
 
An dieser Stelle stehen häufig gestellte Fragen und Antworten zu der Umrüstung sowie Hintergrundinformationen und weiterführende Links.
 
Abfragebogen für Angaben zur Anlage und Wechselrichtern
 
Fragen und Antworten - FAQs
 
Begleitschreiben BMWi, BNA, BMU
 
Informationen des BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V.