Solare Wärmeversorgung

Das Solarsegel und die Kollektordächer sind in der Lage einen hohen Anteil des Wärmebedarfs für die Warmwasserversorgung der angeschlossenen Gebäude zu erzeugen. Den restlichen Wärmebedarf decken ein BHKW und ein Gasbrennwertkessel in der Heizzentrale ab.

Als markantes Wahr- und Wegzeichen am Ortseingang von Fellbach und ein als energiepolitisches Signal für das zukunftsweisende Energiekonzept der Stadtwerke entstand am südlichen Ende des Gebäudekomplexes ein Solarsegel. Etwa 50 Quadratmeter an Röhrenkollektoren bilden die eigentliche Segelfläche, die von einem Stahlmast, einem Stahlgerüst und filigranen Drahtseilen gehalten werden. Als solares "Signal" signalisiert das Solarsegel den Beginn eines neuen Zeitalters der regenerativen Energieversorgung für die Neubaugebiete im Rotkehlchenweg, ebenso wie für die Stadtwerke Fellbach.
 
Im Baugebiet Rotkehlchenweg nutzen die Stadtwerke Fellbach die Kraft der Sonne zur Wärmeversorgung von 10 Mehrfamilienhäusern und 15 Reihenhäusern. Die Gebäude bilden einen zusammenhängenden Komplex in Form eines langgestreckten "L". Bei den Planungen für den Komplex war die Zielvorgabe, die Anforderungen der bestehenden Wärmeschutzverordnung um 30 % zu unterschreiten. Als optimale Lösung stellte sich eine Kombination aus baulichem Wärmeschutz und solarer Wärmeerzeugung dar. Der Spatenstich für das Projekt war im Jahr 1997. Zwei Jahre später konnte der erste Bauabschnitt eingeweiht werden. Nach einer Wartezeit erfolgte dann die Realisierung des zweiten Bauabschnittes in den Jahren 2001 bis 2003.
 
Im Endausbau verfügte der Komplex jahrelang über eine Kollektorfläche von 230 Quadratmetern. Je zwei mal 90 Quadratmeter wurden als Kollektordach ausgeführt. Dies bedeutet, dass bei zwei Gebäuden die Solaranlage das jeweilige Süddach ersetzt.